Startseite » Radialwellendichtring Prelon BP31
Eigenschaften:
- chemisch sehr beständig
- Trockenlauf möglich
- hohe thermische Beständigkeit
- FDA-konforme Werkstoffe möglich
- kleine/individuelle Bauräume möglich
- ausgezeichnete Belastbarkeit
Technische Spezifikationen des Prelon BP31
| Parameter | Wert / Bereich |
|---|---|
| Wellendurchmesser | 5 mm – 2000 mm |
| Werkstoffe (PTFE-Compounds) | PTFE 9, PTFE 18, PTFE 20, PTFE 75, PTFE 90 |
| Temperaturbereich | −100 °C bis +260 °C |
| Druckbeständigkeit | 1 Lippe bis 3 bar · ≥ 2 Lippen bis 5 bar |
| Umfangsgeschwindigkeit | 1 Lippe bis 25 m/s · ≥ 2 Lippen bis 15 m/s |
| Toleranzen | Welle h11 · Gehäuse H8 |
| Oberflächengüte Welle | Ra 0,2 – 0,8 µm (Rt 10 – 4,0 µm) |
| Oberflächengüte Gehäuse | Ra 1,8 µm (Rt 10 µm) |
Richtwerte – abhängig von Medium, Wärmeabfuhr, Drehzahl und Schmierfilmbildung.
Funktion des Radialwellendichtrings Prelon BP31
Der Prelon Ring BP 31 eignet sich aufgrund seiner
totraumfreien Gestaltung zum Medium hin besonders für
hygienisch anspruchsvolle Anwendungen.
Er ist ideal für Lagerschutz– und Getriebeanwendungen geeignet
und dichtet Drehbewegungen in anspruchsvollen Fällen zuverlässig ab.
Aggressive Medien, Trockenlauf,
hohe Temperaturen oder hohe Umfangsgeschwindigkeiten
sind typische Einsatzbedingungen, für die dieser PTFE-Wellendichtring entwickelt wurde.
Unterschiedliche PTFE-Compounds
werden dabei auf verschiedene Einsatzfälle abgestimmt.
Mehrlippen-Design für höchste Dichtleistung
Bei hoher Belastung können mehrere Dichtlippen auf kleinem Bauraum
angeformt werden. Zur Trennung zweier Medien
werden die Dichtungen mit gegenseitig wirkenden Lippen ausgerüstet.
An beliebiger Position sind zudem Sperrzonen möglich,
um Leckagen zu vermeiden.
Optimiertes Material für Hygiene und Langlebigkeit
Das Dichtmaterial kann gezielt hinsichtlich Belastbarkeit,
Wellenverschleiß und Lebensmittelverträglichkeit
optimiert werden. Für die Lebensmittelindustrie wurden spezielle
Geometrien und FDA-konforme PTFE-Materialien entwickelt,
die eine hygienische, langlebige Abdichtung sicherstellen.
Medienbeständigkeit des Prelon BP31
Der Prelon Ring BP 31 ist speziell für die Abdichtung aggressiver, klebriger und mit Fremdstoffen belasteter Medien entwickelt. Durch seine PTFE-Compounds bietet er eine hervorragende chemische Beständigkeit, thermische Stabilität und Trockenlauffähigkeit – selbst unter anspruchsvollen Prozessbedingungen.
Geeignete Medien
- Agressive und chemisch reaktive Prozessmedien
- Klebrige oder viskose Medien
- Medien mit Partikeln oder Fremdstoffanteilen
- Reinigungs- und Prozessflüssigkeiten der Lebensmittel- und Pharmaindustrie
Temperatur-, Druck- und Geschwindigkeitsbereich
- Temperaturbereich: −100 °C bis +260 °C
- Umfangsgeschwindigkeit: bis 25 m/s (1 Lippe) · bis 15 m/s (≥ 2 Lippen)
- Druckbeständigkeit: bis 3 bar (1 Lippe) · bis 5 bar (≥ 2 Lippen)
- Trockenlauf: geeignet, durch optimierte PTFE-Mischungen
Selbst bei hohen Drehzahlen und Temperaturschwankungen bleibt die Dichtwirkung konstant. Die verwendeten PTFE-Werkstoffe sind nicht hygroskopisch und behalten ihre Eigenschaften auch nach längeren Stillstandszeiten. Damit eignet sich der BP 31 ideal für kontinuierliche Prozesse in Lebensmittel-, Pharma-, Verpackungs- und Chemieanlagen.
Varianten des Prelon BP31
Der Prelon Ring BP 31 ist in mehreren Bauformen und Dichtgeometrien erhältlich, um die Abdichtung optimal an den jeweiligen Einsatzfall anzupassen. Je nach Druck, Drehzahl, Medium oder Bauraum stehen unterschiedliche Varianten zur Verfügung – von Standardausführungen bis hin zu speziellen Mehrlippen- und Hygienedesigns.
Ausführungsbeispiele
- BP 31-1 – Standardausführung mit einer Dichtlippe
- BP 31-2 – Zwei Dichtlippen für höhere Druckbelastung
- BP 31-3 – Mehrlippenausführung für erhöhte Dichtreserve und Lagerschutz
- BP 31/1-1 – Gegensinnig wirkende Lippen zur Trennung zweier Medienräume
- BP 31/2-1 – Mit Sperrzone zur zusätzlichen Leckagesicherung
- BP 31/1-2 – Sondergeometrie für hygienische Anwendungen (Lebensmittel/Pharma)
Individuelle Anpassungen
- Gegensinnig wirkende Lippen zur Trennung unterschiedlicher Medien
- Sperrzonen an beliebiger Position zur gezielten Drucktrennung
- Optimierte Geometrien für begrenzte Bauräume
- FDA-konforme Compounds für Lebensmittel- und Pharmaprozesse
- Mehrlippen-Konfigurationen für Hochdruck- und Hochgeschwindigkeitsbereiche
Alle Varianten werden präzise auf Bauraum, Wellendynamik und Medium abgestimmt, um eine maximale Dichtwirkung, lange Standzeit und hygienische Sicherheit zu gewährleisten.
Anwendungsbereiche des Radialwellendichtrings Prelon BP31
Der Prelon BP 31 ist ein PTFE-Radialwellendichtring für Lager-, Getriebe- und Antriebsanwendungen in hygienisch anspruchsvollen und industriellen Umgebungen. Dank seiner totraumfreien Gestaltung, der hohen chemischen Beständigkeit und der Trockenlauffähigkeit bietet er eine sichere Abdichtung auch unter extremen Prozessbedingungen.
Typische Einsatzbereiche
- Lebensmittelindustrie: hygienische Abdichtung in Misch-, Förder- und Abfüllprozessen
- Pharmaindustrie: sterile und rückstandsfreie Anwendungen mit FDA-konformen Materialien
- Verpackungsindustrie: hohe Taktzahlen, wechselnde Medien und Temperaturen
- Chemische Industrie: beständig gegen aggressive oder klebrige Prozessmedien
- Medizintechnik: totraumfreie Ausführung für saubere Prozesse
Typische Aggregate und Baugruppen
- Pumpen und Vakuumpumpen
- Rührwerke und Mischer
- Lagerschutz und Wellendurchführungen
- Getriebe und Antriebssysteme
Geeignete Medien
- Aggressive Medien und chemisch reaktive Flüssigkeiten
- Klebrige oder viskose Medien sowie Medien mit Fremdstoffanteilen
- Prozess- und Reinigungsflüssigkeiten in der Lebensmittel- und Pharmaindustrie
- Heiße Medien bis +260 °C je nach Compound
Vorteile im industriellen Einsatz
- Hervorragende chemische Beständigkeit durch PTFE-Compounds (PTFE 9, 18, 20, 75, 90)
- Trockenlaufgeeignet bei sehr niedrigen Reibwerten
- Einsatzfähig für hohe Umfangsgeschwindigkeiten bis 25 m/s (Einlippe)
- FDA-konforme Werkstoffe für Lebensmittel- und Pharmaprozesse
- Kompakte Bauformen für begrenzte Einbauräume und individuelle Anforderungen
Damit ist der Prelon BP 31 die ideale Lösung für dynamische Abdichtungen in Lebensmittel-, Pharma-, Verpackungs- und Chemieanlagen – zuverlässig, langlebig und hygienisch sicher.
Konstruktive Auslegung des Radialwellendichtrings Prelon BP31
Für eine optimale Funktion des Prelon BP 31 müssen Dichtungsraum, Wellenoberfläche und Gehäuse präzise aufeinander abgestimmt sein. Nur eine korrekte konstruktive Vorbereitung gewährleistet eine dauerhafte Dichtwirkung, geringe Reibung und minimale Verschleißerscheinungen auch bei hohen Drehzahlen und Temperaturen.
Allgemeine Konstruktionsrichtlinien
- Der Dichtungsraum muss axial zugänglich sein, um eine beschädigungsfreie Montage zu ermöglichen.
- Die Dichtung ist so zu fixieren, dass ein Auswandern oder Verdrehen verhindert wird.
- Die Dichtungsnut sollte wegen Wellenausdehnungen stets etwas breiter als die Dichtung ausgelegt werden:
- ⌀ D < 20 mm: + 0,2 – 0,3 mm
- ⌀ D > 200 mm: + 0,5 mm
Empfohlene Oberflächenqualitäten
- Gehäuse: Ra ≤ 1,8 µm · Rt ≤ 10 µm
- Welle: Ra 0,2 – 0,8 µm · Rt ≤ 4,0 µm
- Wellenwerkstoff: metallisch, fein geschliffen · empfohlene Härte > 45 HRC (bis > 60 HRC für PTFE 9/18/20)
- Toleranzen: Welle h11 · Gehäuse H8
Einbauschrägen
| Welle (20°) | Wellendurchmesser [mm] | Längenschräge [mm] | Längenschräge (min.) [mm] |
|---|---|---|---|
| ⌀ ≤ 20 | 1–3 | 2–3 | 1 |
| 20 < ⌀ ≤ 60 | 2–4 | 2–4 | 1,5 |
| 60 < ⌀ ≤ 120 | 2–5 | 2–5 | 2 |
| 120 < ⌀ ≤ 400 | 2–6 | 2–6 | 2,5 |
| ⌀ > 400 | 4–8 | 4–8 | 4 |
| Gehäuse (30° / 45°) | Längenschräge [mm] | Längenschräge (min.) [mm] |
|---|---|---|
| ⌀ ≤ 20 | 0,6–1,0 | 0,5 |
| 20 < ⌀ ≤ 60 | 1,0–1,5 | 0,7 |
| 60 < ⌀ ≤ 200 | 1,5–2,5 | 1,0 |
| 200 < ⌀ ≤ 400 | 2,0–3,0 | 1,5 |
| ⌀ > 400 | 3,0–4,0 | 2,0 |
Hinweise zur Einbausituation
- Der Dichtraum sollte axial zugänglich sein – bevorzugt von der Außenseite.
- Zur Sicherung gegen Mitdrehen kann eine Passung oder eine Nut vorgesehen werden.
- Bei höheren Drücken sind Stützringe oder Vorspannelemente zu verwenden.
Montagehinweise für PTFE-Radialwellendichtringe (Prelon BP31)
Wichtig: PTFE-Dichtungen erfordern eine sorgfältige, behutsame Montage. Montageverfahren von Elastomer-Dichtungen sind nicht übertragbar; unsachgemäßer Einbau kann die Vorteile von PTFE (geringer Reibwert, Notlaufeigenschaften, chemische Inertheit) deutlich mindern.
Vermeidung des Aufweitens der Dichtung
- Nicht über den Wellendurchmesser aufweiten. Die PTFE-Lippe darf beim Aufschieben nicht dauerhaft überdehnt werden.
- Einführungsschrägen vorsehen:
- Gehäusebohrung: 30°–45°:contentReference[oaicite:2]{index=2}
- Welle: ≈ 20° (bewährt für schonendes Aufschieben)
Einführung & Positionierung
- Kanten, Nuten und Querbohrungen im Einführbereich entgraten oder per Hülse überbrücken.
- Dichtung axial und gleichmäßig einpressen – Verkanten und punktuelle Schlagbelastung vermeiden.
- Ausrichtung der Dichtlippe zum Medium prüfen (Einlippe/Mehrlippe; ggf. Sperrzone vorsehen):contentReference[oaicite:3]{index=3}.
Sauberkeit & Schutz
- Montageflächen sauber halten; Partikel, Grate und Beschädigungen vermeiden.
- Leicht benetzen (mediumverträgliches Öl oder vorgesehenes Betriebsmedium), kein Übermaß.
- Dichtlippe nicht mit scharfen Werkzeugen berühren; keine erzwungene Drehung der Lippe beim Einbau.
Hinweis: Für die geforderte Funktion sind die im Datenblatt genannten Oberflächenqualitäten & Toleranzen einzuhalten (Welle: Ra 0,2–0,8 µm · Rt ≤ 4,0 µm; Gehäuse: Ra ≤ 1,8 µm · Rt ≤ 10 µm; Toleranzen: Welle h11 · Gehäuse H8):contentReference[oaicite:4]{index=4}.
Weitere Montagehinweise
Fügen der Dichtung
- Thermisch unterstützen: Dichtung kühlen & Gehäuse mild vorwärmen, um das Fügen zu erleichtern.
- Auf die Welle: Welle kühlen & Dichtung temperieren, um das Aufschieben zu erleichtern.
- Mit O-Ring: Während der Montage keine übermäßige Erwärmung der Dichtung; O-Ringe nicht thermisch schädigen.
Einpressen der Dichtung
- Flächig einpressen: Mit ringförmigem oder großflächigem Werkzeug über die gesamte Stirnfläche einpressen.
- Keine Hammerschläge: Direkte Schläge auf den Dichtungskörper vermeiden.
Dichtungssitz
- Axiales Verpressen im Betrieb vermeiden (besonders bei Bauarten mit Rotationsring).
Mehrlippen-Dichtungen
- Zwischenräume fetten: Das Füllen der Zwischenräume (z. B. zwischen den Dichtlippen) kann die Standzeit erhöhen (nicht für spezielle Bauarten, sofern abweichend spezifiziert).
Fetten der Dichtung
- Im Gehäuse möglichst nicht fetten. Fett zwischen den Lippen kann die Lebensdauer erhöhen, sofern die Anwendung Fett zulässt.
Sicherung der Dichtung
- Dichtung gegen axiales Wandern sichern.
Nuten bei der Montage
- Nuten/Schultern abdecken oder überbrücken, um scharfe Kanten an der Dichtlippe zu vermeiden.
Oberflächenbeschaffenheit der Welle
- Fehlerfreie Oberfläche: Riefen, Kratzer, Rost oder Druckstellen mindern die Lebensdauer und gefährden die Funktionssicherheit.
Belastung während der Montage
- Dichtung muss entlastet bleiben; keine Lasten durch schwere Wellen oder Gehäuseteile auf den Profilen.
Wellenmontage „gegen“ die Lippe
- Dichtung zunächst „mit der Lippe“ auf einen Dorn (Untermaß ≈ 0,5–1 mm zur Welle) aufziehen, wieder abnehmen und anschließend „gegen die Lippe“ auf die Welle montieren.
- Bei vorhandener ausreichender Montagefase an Welle/Gehäuse kann ggf. ohne Montagehülse montiert werden; andernfalls Hülse verwenden.
Häufige Fragen zum Radialwellendichtring Prelon BP31
Was ist ein PTFE-Radialwellendichtring und wofür wird er eingesetzt?
Ein PTFE-Radialwellendichtring ist eine präzise gefertigte Dichtung zur Abdichtung rotierender Wellen in Maschinen, Antrieben und Getrieben. Er verhindert das Austreten von Schmierstoffen und das Eindringen von Verunreinigungen in Lager- oder Antriebseinheiten.
Durch die Verwendung von PTFE (Polytetrafluorethylen) bietet diese Dichtungsbauart eine hohe Temperaturbeständigkeit, geringen Reibwert und chemische Inertheit. Dadurch ist sie besonders geeignet für Prozess-, Chemie-, Lebensmittel- und Pharmaanwendungen, in denen metallische und Elastomer-Dichtungen an ihre Grenzen stoßen.
Welche Vorteile bietet eine PTFE-Radialwellendichtung gegenüber Elastomer-Dichtungen?
Im Vergleich zu klassischen Elastomer-Dichtungen (z. B. NBR, FKM) überzeugt eine PTFE-Radialwellendichtung durch deutlich höhere thermische Stabilität, chemische Beständigkeit und Reibungsarmut.
- Temperaturbeständig von −100 °C bis +260 °C
- Beständig gegen nahezu alle Chemikalien, Öle und Lösungsmittel
- Sehr geringer Anlauf- und Reibmoment, ideal für Trockenlauf
- Lange Standzeiten auch bei hohen Drehzahlen
Damit eignet sich dieser Dichtungstyp besonders für dauerhafte, wartungsarme Abdichtungen in anspruchsvollen Prozess- und Maschinenumgebungen.
In welchen Anwendungen kommen PTFE-Radialwellendichtungen zum Einsatz?
PTFE-Radialwellendichtungen werden überall dort eingesetzt, wo hohe Temperaturen, aggressive Medien oder hygienische Anforderungen bestehen. Typische Einsatzbereiche sind:
- Prozess- und Chemieanlagen mit aggressiven Medien
- Lebensmittel- und Pharmaindustrie für hygienische Abdichtungen
- Maschinen- und Anlagenbau (Getriebe, Pumpen, Rührwerke, Kompressoren)
- Energie- und Umwelttechnik (Turbinen, Biogas- und Vakuumsysteme)
Durch ihre totraumfreie Geometrie sind diese Dichtungen besonders für Hygiene- und Reinraumumgebungen geeignet, in denen keine Medienrückstände entstehen dürfen.
Welche Bauformen und Werkstoffe stehen zur Verfügung?
PTFE-Radialwellendichtungen sind in ein- und mehrlippiger Ausführung erhältlich. Je nach Anwendung können Sperrzonen zur Medientrennung, Metallverstärkungen zur Stabilisierung oder federbelastete Dichtlippen zur gleichmäßigen Anpressung gewählt werden.
Die eingesetzten PTFE-Compounds werden für den jeweiligen Prozess angepasst – etwa glasgefüllte Typen für hohe Verschleißfestigkeit, kohlegefüllte Varianten für Trockenlauf oder reine PTFE-Qualitäten für die Lebensmittel- und Pharmaindustrie.
Wie erfolgt die Montage einer PTFE-Radialwellendichtung?
Die Montage von PTFE-Dichtungen erfordert saubere, gratfreie und passgenaue Oberflächen an Welle und Gehäuse. Anders als Elastomer-Dichtungen dürfen sie nicht über den Wellendurchmesser aufgedehnt werden.
- Einführungsschrägen: Welle ca. 20°, Gehäuse 30 – 45°
- Montagehülse verwenden, um Dichtlippe zu schützen
- Dichtung gleichmäßig axial einpressen, Verkanten vermeiden
- Oberflächenqualität: Welle Ra 0,2 – 0,8 µm · Gehäuse Ra ≤ 1,8 µm
Bei Mehrlippen-Dichtungen kann ein leichtes Fetten der Zwischenräume die Lebensdauer deutlich erhöhen.
Sind PTFE-Radialwellendichtungen FDA-konform und trockenlaufgeeignet?
Ja. Viele PTFE-Compounds sind FDA-konform und erfüllen die Anforderungen der Lebensmittel- und Pharmaproduktion. Sie sind geschmacks- und geruchsneutral sowie beständig gegen Reinigungs- und CIP-Medien.
PTFE besitzt einen der niedrigsten Reibwerte aller Werkstoffe und ist daher trockenlaufgeeignet. Selbst bei kurzzeitiger Mangelschmierung bleibt die Dichtwirkung stabil und das Material zeigt hervorragende Notlaufeigenschaften.
Damit sind PTFE-Radialwellendichtungen ideal für Anwendungen mit kritischen Medien, hohen Temperaturen und hygienischen Anforderungen.
Unverbindliches Beratungsgespraech anfordern
Startseite » Radialwellendichtring Prelon BP31
Radialwellendichtring Prelon BP30
PTFE-Hochleistungsdichtung für Lager-, Getriebe- und Industrieanwendungen
Eigenschaften:
- chemisch sehr beständig
- Trockenlauf möglich
- hohe thermische Beständigkeit
- FDA-konforme Werkstoffe möglich
- kleine/individuelle Bauräume möglich
- ausgezeichnete Belastbarkeit
Technische Spezifikationen des Prelon BP30
| Parameter | Wert / Bereich |
|---|---|
| Wellendurchmesser | 5 mm – 2000 mm |
| Werkstoffe | PTFE 9, PTFE 19, PTFE 92 |
| Temperaturbereich | −100 °C bis +260 °C |
| Druckbeständigkeit | bis 5 bar |
| Umfangsgeschwindigkeit | bis 25 m/s (Einlippe), bis 15 m/s (Mehrlippen) |
| Toleranzen | Welle h11 · Bohrung H8 |
| Oberflächengüte Welle | Ra 0,2 – 0,8 µm |
| Oberflächengüte Gehäuse | Ra ≤ 1,8 µm |
Richtwerte – abhängig von Medium, Wärmeabfuhr, Drehzahl und Schmierfilmbildung.
Funktion des Radialwellendichtrings Prelon BP30
Der Prelon Ring BP30 ist ein Hochleistungs-Radialwellendichtring aus PTFE, entwickelt für Lager-, Getriebe- und Antriebsanwendungen. Er gewährleistet eine dauerhafte Abdichtung rotierender Wellen – auch bei hohen Temperaturen, Trockenlauf oder aggressiven Medien.Präzise Abdichtung rotierender Wellen
Die Dichtlippe liegt definiert an der Welle an und bildet einen stabilen Schmierfilm, der Reibung und Verschleiß minimiert. Dadurch bleibt die Dichtwirkung auch bei hohen Drehzahlen konstant. Der Werkstoff PTFE überzeugt durch hervorragende Notlaufeigenschaften und chemische Inertheit – ideal für anspruchsvolle Industrieanwendungen.Optimierte Geometrie für höchste Zuverlässigkeit
- Mehrere Dichtlippen für Hochdruck- oder Schmutzbereiche
- Gegensinnig wirkende Lippen zur Trennung zweier Medienräume
- Sperrzonen an beliebiger Position zur Leckagevermeidung
Medienbeständigkeit des Prelon BP30
Der Prelon Ring BP30 ist für die Abdichtung aggressiver, viskoser und partikelhaltiger Medien konzipiert. Die eingesetzten PTFE-Compounds bieten eine außergewöhnliche chemische und thermische Stabilität für unterschiedlichste Prozessbedingungen.
Geeignete Medien
- Mineralöle, synthetische Öle und Fette
- Kraftstoffe, Lösungsmittel und Kühlmittel
- Säuren, Laugen und aggressive Chemikalien
- Wasser, Dampf und Prozessmedien der Lebensmittelindustrie
Temperatur- und Druckbeständigkeit
- Temperaturbereich: −100 °C bis +260 °C (je nach Compound)
- Druckbeständigkeit: bis ca. 5 bar
- Trockenlauf: möglich, durch sehr niedrige Reibwerte
Selbst unter hohen Drehzahlen und wechselnden Betriebsbedingungen bleibt die Dichtwirkung des BP30 stabil. Das Material ist nicht hygroskopisch und behält seine Eigenschaften auch nach längeren Stillstandszeiten.
Varianten des Prelon BP30
Der Prelon Ring BP30 ist in unterschiedlichen Bauformen und Dichtgeometrien erhältlich, um eine optimale Anpassung an die jeweilige Anwendung zu ermöglichen.Ausführungsbeispiele
- BP30-1 – Standardausführung, Einlippen-Dichtung
- BP30-2 / BP30-2-1 – Doppellippige Variante mit erhöhter Dichtreserve
- BP30-3 / BP30-4 – Mehrlippenausführung für Hochdruckbereiche
- BP31-2 – Sondergeometrie für große Wellen oder abweichende Einbauräume
Individuelle Anpassungen
- Gegensinnig wirkende Lippen zur Trennung von Medien
- Sperrzonen für Leckagefreiheit
- Metallverstärkte Bauformen für hohe Stabilität
- FDA-konforme Varianten für Lebensmittel- und Pharmaprozesse
Anwendungsbereiche des Radialwellendichtrings Prelon BP30
Der Prelon BP30 ist ein PTFE-Radialwellendichtring für Lager-, Getriebe- und Antriebsanwendungen, ausgelegt für anspruchsvolle industrielle Umgebungen. Durch seine chemische Beständigkeit, hohe Temperaturfestigkeit und die Fähigkeit zum Trockenlauf bietet er eine zuverlässige Abdichtung unter extremen Bedingungen.Typische Einsatzbereiche
- Metallerzeugung: Abdichtung rotierender Wellen an heißen oder abrasiven Prozessen
- Maschinenbau: universeller Einsatz in Lager- und Getriebeeinheiten
- Chemische Industrie: beständig gegen aggressive und klebrige Medien
- Medizintechnik: optional FDA-konforme Werkstoffe für sensible Anwendungen
Typische Aggregate und Baugruppen
- Pumpen und Vakuumpumpen
- Rührwerke und Mischer
- Lagerschutz und Wellendurchführungen
- Getriebe und Antriebssysteme
Geeignete Medien
- Aggressive Medien wie Säuren, Lösungsmittel oder Prozessflüssigkeiten
- Klebrige Medien und Medien mit Fremdstoffanteilen
- Flüssigkeiten und Gase auf Erdölbasis oder Wasser/Dampf
- Heiße Medien bis +260 °C je nach Compound
Vorteile im industriellen Einsatz
- Hohe chemische Beständigkeit durch PTFE-Compounds (PTFE 9, 19, 92)
- Trockenlauf-fähig mit geringem Reibwert
- Für hohe Umfangsgeschwindigkeiten bis 25 m/s (Einlippe)
- Optional FDA-konforme Werkstoffe für Lebensmittel- und Pharmabereiche
- Kompakte Bauformen für begrenzte Einbauräume
Konstruktive Auslegung des Radialwellendichtrings Prelon BP30
Für eine optimale Funktion des Prelon BP30 müssen der Dichtungsraum, die Wellenoberfläche und das Gehäuse exakt aufeinander abgestimmt sein. Nur eine präzise konstruktive Vorbereitung gewährleistet eine dauerhafte Dichtwirkung und minimale Reibungsverluste.Allgemeine Konstruktionsrichtlinien
- Der Dichtungsraum muss axial zugänglich sein, um eine beschädigungsfreie Montage zu ermöglichen.
- Die Dichtung ist so zu sichern, dass ein Auswandern oder Verdrehen verhindert wird.
- Die Dichtungsnut sollte wegen Wellenausdehnungen stets etwas breiter als die Dichtung ausgelegt werden:
- ⌀D < 20 mm: +0,2 – 0,3 mm
- ⌀D > 200 mm: +0,5 mm
Empfohlene Oberflächenqualitäten
- Gehäuse: Ra ≤ 1,8 µm, Rt ≤ 10 µm
- Welle: Ra 0,2 – 0,8 µm, Rt ≤ 4,0 µm
- Wellenwerkstoff: metallisch, fein geschliffen, empfohlene Härte ≥ 45 HRC (optimal 65 HRC)
- Toleranzen: Welle h11 · Gehäuse H8
Einbauschrägen
| Welle (20°) | Wellendurchmesser [mm] | Längenschräge [mm] | Längenschräge (min.) [mm] |
|---|---|---|---|
| ⌀ ≤ 20 | 1–3 | 2–3 | 1 |
| 20 < ⌀ ≤ 60 | 2–4 | 2–4 | 1,5 |
| 60 < ⌀ ≤ 120 | 2–5 | 2–5 | 2 |
| 120 < ⌀ ≤ 400 | 2–6 | 2–6 | 2,5 |
| ⌀ > 400 | 4–8 | 4–8 | 4 |
| Gehäuse (30° / 45°) | Längenschräge [mm] | Längenschräge (min.) [mm] |
|---|---|---|
| ⌀ ≤ 20 | 0,6–1,0 | 0,5 |
| 20 < ⌀ ≤ 60 | 1,0–1,5 | 0,7 |
| 60 < ⌀ ≤ 200 | 1,5–2,5 | 1,0 |
| 200 < ⌀ ≤ 400 | 2,0–3,0 | 1,5 |
| ⌀ > 400 | 3,0–4,0 | 2,0 |
Hinweise zur Einbausituation
- Der Dichtraum muss axial zugänglich sein – idealerweise von der Außenseite.
- Zur Sicherung gegen Mitdrehen kann eine Passung oder Nut vorgesehen werden.
- Bei höheren Drücken sind Stützringe oder Vorspannelemente zu verwenden.
Montagehinweise für PTFE-Radialwellendichtringe (Prelon BP30)
Wichtig: PTFE-Dichtungen erfordern eine sorgfältige, behutsame Montage. Montageverfahren von Elastomer-Dichtungen sind nicht übertragbar; unsachgemäßer Einbau kann die Vorteile von PTFE (geringer Reibwert, Notlaufeigenschaften, chemische Inertheit) deutlich mindern.
Vermeidung des Aufweitens der Dichtung
- Nicht über den Wellendurchmesser aufweiten. Die PTFE-Lippe darf beim Aufschieben nicht dauerhaft überdehnt werden.
-
Einführungsschrägen vorsehen:
- Gehäusebohrung: 30°–45°
- Welle: 10°–15°
Einführung & Positionierung
- Kanten, Nuten und Querbohrungen im Einführbereich entgraten oder per Hülse überbrücken.
- Dichtung axial und gleichmäßig einpressen – Verkanten und punktuelle Schlagbelastung vermeiden.
- Ausrichtung der Dichtlippe zum Medium prüfen (Einlippe/Mehrlippe, ggf. Sperrzone).
Sauberkeit & Schutz
- Montageflächen sauber halten; Partikel, Grate und Beschädigungen vermeiden.
- Leicht benetzen (mediumverträgliches Öl oder vorgesehenes Betriebsmedium), kein Übermaß.
- Dichtlippe nicht mit scharfen Werkzeugen berühren; keine erzwungene Drehung der Lippe beim Einbau.
Hinweis: Bei abweichenden Einführungsschrägen oder kritischen Einführwegen (Schultern, Gewinde, Querbohrungen) ist der Einsatz einer Montagehülse verpflichtend.
Weitere Montagehinweise
Fügen der Dichtung
- Thermische Unterstützung: Dichtung kühlen & Gehäuse heizen, um das Fügen in die Bohrung zu erleichtern.
- Auf die Welle: Welle kühlen & Dichtung temperieren, um das Aufschieben zu erleichtern.
- Mit O-Ring: Während der Montage die Dichtung nicht über 120 °C erwärmen.
Einpressen der Dichtung
- Flächig einpressen: Mit ringförmigem oder großflächigem Werkzeug über die gesamte Stirnfläche einpressen.
- Keine Hammerschläge: Direkte Schläge auf den Dichtungskörper vermeiden.
Dichtungssitz
- Axiales Verpressen im Betrieb vermeiden (besonders bei Bauarten mit Rotationsring).
Mehrlippen-Dichtungen
- Zwischenräume fetten: Das Füllen der Zwischenräume (z. B. zwischen den Dichtlippen) kann die Standzeit erhöhen (nicht für Typ V).
Fetten der Dichtung
- Im Gehäuse möglichst nicht fetten. Fett zwischen den Lippen erhöht die Lebensdauer, sofern die Anwendung Fett zulässt.
Sicherung der Dichtung
- Dichtung gegen axiales Wandern sichern.
Nuten bei der Montage
- Nuten/Schultern abdecken oder überbrücken, um scharfe Kanten an der Dichtlippe zu vermeiden.
Oberflächenbeschaffenheit der Welle
- Fehlerfreie Oberfläche: Riefen, Kratzer, Rost oder Druckstellen mindern die Lebensdauer und gefährden die Funktionssicherheit.
Belastung während der Montage
- Dichtung muss entlastet bleiben; keine Lasten durch schwere Wellen oder Gehäuseteile auf den Profilen.
Sauberkeit
- Sauberkeit am Montageplatz strikt einhalten.
Wellenmontage „gegen“ die Lippe
- Dichtung zunächst „mit der Lippe“ auf einen Dorn (Untermaß 0,5–1 mm zur Welle) aufziehen, wieder abnehmen und anschließend „gegen die Lippe“ auf die Welle montieren.
- Bei Montagefase > 30° möglichst ohne Montagehülse montieren.
Häufige Fragen zum Radialwellendichtring Prelon BP30
In welchem Temperatur- und Druckbereich kann der Prelon BP30 eingesetzt werden? Inhalt
Der Prelon Ring BP30 deckt – abhängig vom eingesetzten PTFE-Compound – einen Temperaturbereich von −100 °C bis +260 °C ab. Die maximale Druckbelastbarkeit liegt bei bis zu 5 bar. Entscheidend für die Auslegung sind Medium, Drehzahl, Wärmeabfuhr und Schmierfilmbildung.
Durch die hervorragende thermische Stabilität von PTFE bleibt die Dichtwirkung auch bei extremen Bedingungen konstant erhalten.
Welche maximalen Drehzahlen sind möglich?
Die zulässige Umfangsgeschwindigkeit hängt von der Dichtlippenanzahl und der Wärmeableitung ab:
- Einlippen-Ausführung: bis ca. 25 m/s
- Mehrlippen-Ausführung (≥2 Lippen): bis ca. 15 m/s
Bei höheren Drehzahlen empfehlen wir spezielle PTFE-Compounds mit erhöhter Wärmeleitfähigkeit sowie eine optimierte Wellenoberfläche.
Für welche Medien eignet sich der Prelon BP30?
Der Radialwellendichtring BP30 ist für den Einsatz mit einer Vielzahl industrieller Medien konzipiert und bietet eine außergewöhnliche chemische Beständigkeit gegenüber:
- Mineralölen, synthetischen Ölen und Fetten
- Kraftstoffen, Lösungsmitteln und Kühlmitteln
- Säuren, Laugen und aggressiven Chemikalien
- Wasser, Dampf sowie Prozessmedien der Lebensmittelindustrie
FDA-konforme PTFE-Varianten ermöglichen den sicheren Einsatz in der Lebensmittel-, Pharma- und Prozessindustrie.
Kann der BP30 auch bei Trockenlauf eingesetzt werden?
Ja. PTFE besitzt exzellente Notlaufeigenschaften und einen sehr niedrigen Reibwert, wodurch der Prelon BP30 auch bei kurzfristigem Trockenlauf funktionsfähig bleibt.
Besonders das PTFE 92-Compound ist für hohe Drehzahlen ohne Schmierung geeignet. Voraussetzung ist eine ausreichende Wärmeabfuhr und eine glatte, gehärtete Wellenoberfläche.
Welche Toleranzen und Oberflächenqualitäten sind erforderlich?
Für eine optimale Dichtwirkung gelten folgende technische Richtwerte:
- Wellentoleranz: h11
- Gehäusetoleranz: H8
- Wellenrauheit: Ra 0,2 – 0,8 µm
- Gehäuserauheit: Ra ≤ 1,8 µm
- Wellenhärte: ≥ 45 HRC (empfohlen ≥ 55 HRC)
Diese Werte sichern einen stabilen Schmierfilm, minimieren Reibung und garantieren eine lange Lebensdauer des Dichtrings.
Welche Bauformen und Varianten stehen zur Verfügung?
Der Prelon Ring BP30 ist in mehreren Ausführungen erhältlich, die an den jeweiligen Anwendungsfall angepasst werden können:
- Einlippen-Version: Standard für universelle Anwendungen
- Doppellippige Varianten: für höhere Dichtreserve oder Schmutzbereiche
- Mehrlippen-Versionen: für Hochdruck- oder Medientrennung
- Sonderbauformen: mit gegengesetzt wirkenden Lippen oder Sperrzonen
Verfügbare Typen: BP30-1 bis BP31-2. Alle Varianten können individuell hinsichtlich Geometrie und Compound angepasst werden.
Startseite » Radialwellendichtring Prelon BP31
Eigenschaften:
- chemisch sehr beständig
- Trockenlauf möglich
- hohe thermische Beständigkeit
- FDA-konforme Werkstoffe möglich
- kleine/individuelle Bauräume möglich
- ausgezeichnete Belastbarkeit
Technische Spezifikationen des Prelon BP30
| Parameter | Wert / Bereich |
|---|---|
| Wellendurchmesser | 5 mm – 2000 mm |
| Werkstoffe | PTFE 9, PTFE 19, PTFE 92 |
| Temperaturbereich | −100 °C bis +260 °C |
| Druckbeständigkeit | bis 5 bar |
| Umfangsgeschwindigkeit | bis 25 m/s (Einlippe), bis 15 m/s (Mehrlippen) |
| Toleranzen | Welle h11 · Bohrung H8 |
| Oberflächengüte Welle | Ra 0,2 – 0,8 µm |
| Oberflächengüte Gehäuse | Ra ≤ 1,8 µm |
Richtwerte – abhängig von Medium, Wärmeabfuhr, Drehzahl und Schmierfilmbildung.
Funktion des Radialwellendichtrings Prelon BP30
Der Prelon Ring BP30 ist ein Hochleistungs-Radialwellendichtring aus PTFE, entwickelt für Lager-, Getriebe- und Antriebsanwendungen. Er gewährleistet eine dauerhafte Abdichtung rotierender Wellen – auch bei hohen Temperaturen, Trockenlauf oder aggressiven Medien.Präzise Abdichtung rotierender Wellen
Die Dichtlippe liegt definiert an der Welle an und bildet einen stabilen Schmierfilm, der Reibung und Verschleiß minimiert. Dadurch bleibt die Dichtwirkung auch bei hohen Drehzahlen konstant. Der Werkstoff PTFE überzeugt durch hervorragende Notlaufeigenschaften und chemische Inertheit – ideal für anspruchsvolle Industrieanwendungen.Optimierte Geometrie für höchste Zuverlässigkeit
- Mehrere Dichtlippen für Hochdruck- oder Schmutzbereiche
- Gegensinnig wirkende Lippen zur Trennung zweier Medienräume
- Sperrzonen an beliebiger Position zur Leckagevermeidung
Medienbeständigkeit des Prelon BP30
Der Prelon Ring BP30 ist für die Abdichtung aggressiver, viskoser und partikelhaltiger Medien konzipiert. Die eingesetzten PTFE-Compounds bieten eine außergewöhnliche chemische und thermische Stabilität für unterschiedlichste Prozessbedingungen.
Geeignete Medien
- Mineralöle, synthetische Öle und Fette
- Kraftstoffe, Lösungsmittel und Kühlmittel
- Säuren, Laugen und aggressive Chemikalien
- Wasser, Dampf und Prozessmedien der Lebensmittelindustrie
Temperatur- und Druckbeständigkeit
- Temperaturbereich: −100 °C bis +260 °C (je nach Compound)
- Druckbeständigkeit: bis ca. 5 bar
- Trockenlauf: möglich, durch sehr niedrige Reibwerte
Selbst unter hohen Drehzahlen und wechselnden Betriebsbedingungen bleibt die Dichtwirkung des BP30 stabil. Das Material ist nicht hygroskopisch und behält seine Eigenschaften auch nach längeren Stillstandszeiten.
Varianten des Prelon BP30
Der Prelon Ring BP30 ist in unterschiedlichen Bauformen und Dichtgeometrien erhältlich, um eine optimale Anpassung an die jeweilige Anwendung zu ermöglichen.Ausführungsbeispiele
- BP30-1 – Standardausführung, Einlippen-Dichtung
- BP30-2 / BP30-2-1 – Doppellippige Variante mit erhöhter Dichtreserve
- BP30-3 / BP30-4 – Mehrlippenausführung für Hochdruckbereiche
- BP31-2 – Sondergeometrie für große Wellen oder abweichende Einbauräume
Individuelle Anpassungen
- Gegensinnig wirkende Lippen zur Trennung von Medien
- Sperrzonen für Leckagefreiheit
- Metallverstärkte Bauformen für hohe Stabilität
- FDA-konforme Varianten für Lebensmittel- und Pharmaprozesse
Anwendungsbereiche des Radialwellendichtrings Prelon BP30
Der Prelon BP30 ist ein PTFE-Radialwellendichtring für Lager-, Getriebe- und Antriebsanwendungen, ausgelegt für anspruchsvolle industrielle Umgebungen. Durch seine chemische Beständigkeit, hohe Temperaturfestigkeit und die Fähigkeit zum Trockenlauf bietet er eine zuverlässige Abdichtung unter extremen Bedingungen.Typische Einsatzbereiche
- Metallerzeugung: Abdichtung rotierender Wellen an heißen oder abrasiven Prozessen
- Maschinenbau: universeller Einsatz in Lager- und Getriebeeinheiten
- Chemische Industrie: beständig gegen aggressive und klebrige Medien
- Medizintechnik: optional FDA-konforme Werkstoffe für sensible Anwendungen
Typische Aggregate und Baugruppen
- Pumpen und Vakuumpumpen
- Rührwerke und Mischer
- Lagerschutz und Wellendurchführungen
- Getriebe und Antriebssysteme
Geeignete Medien
- Aggressive Medien wie Säuren, Lösungsmittel oder Prozessflüssigkeiten
- Klebrige Medien und Medien mit Fremdstoffanteilen
- Flüssigkeiten und Gase auf Erdölbasis oder Wasser/Dampf
- Heiße Medien bis +260 °C je nach Compound
Vorteile im industriellen Einsatz
- Hohe chemische Beständigkeit durch PTFE-Compounds (PTFE 9, 19, 92)
- Trockenlauf-fähig mit geringem Reibwert
- Für hohe Umfangsgeschwindigkeiten bis 25 m/s (Einlippe)
- Optional FDA-konforme Werkstoffe für Lebensmittel- und Pharmabereiche
- Kompakte Bauformen für begrenzte Einbauräume
Konstruktive Auslegung des Radialwellendichtrings Prelon BP30
Für eine optimale Funktion des Prelon BP30 müssen der Dichtungsraum, die Wellenoberfläche und das Gehäuse exakt aufeinander abgestimmt sein. Nur eine präzise konstruktive Vorbereitung gewährleistet eine dauerhafte Dichtwirkung und minimale Reibungsverluste.Allgemeine Konstruktionsrichtlinien
- Der Dichtungsraum muss axial zugänglich sein, um eine beschädigungsfreie Montage zu ermöglichen.
- Die Dichtung ist so zu sichern, dass ein Auswandern oder Verdrehen verhindert wird.
- Die Dichtungsnut sollte wegen Wellenausdehnungen stets etwas breiter als die Dichtung ausgelegt werden:
- ⌀D < 20 mm: +0,2 – 0,3 mm
- ⌀D > 200 mm: +0,5 mm
Empfohlene Oberflächenqualitäten
- Gehäuse: Ra ≤ 1,8 µm, Rt ≤ 10 µm
- Welle: Ra 0,2 – 0,8 µm, Rt ≤ 4,0 µm
- Wellenwerkstoff: metallisch, fein geschliffen, empfohlene Härte ≥ 45 HRC (optimal 65 HRC)
- Toleranzen: Welle h11 · Gehäuse H8
Einbauschrägen
| Welle (20°) | Wellendurchmesser [mm] | Längenschräge [mm] | Längenschräge (min.) [mm] |
|---|---|---|---|
| ⌀ ≤ 20 | 1–3 | 2–3 | 1 |
| 20 < ⌀ ≤ 60 | 2–4 | 2–4 | 1,5 |
| 60 < ⌀ ≤ 120 | 2–5 | 2–5 | 2 |
| 120 < ⌀ ≤ 400 | 2–6 | 2–6 | 2,5 |
| ⌀ > 400 | 4–8 | 4–8 | 4 |
| Gehäuse (30° / 45°) | Längenschräge [mm] | Längenschräge (min.) [mm] |
|---|---|---|
| ⌀ ≤ 20 | 0,6–1,0 | 0,5 |
| 20 < ⌀ ≤ 60 | 1,0–1,5 | 0,7 |
| 60 < ⌀ ≤ 200 | 1,5–2,5 | 1,0 |
| 200 < ⌀ ≤ 400 | 2,0–3,0 | 1,5 |
| ⌀ > 400 | 3,0–4,0 | 2,0 |
Hinweise zur Einbausituation
- Der Dichtraum muss axial zugänglich sein – idealerweise von der Außenseite.
- Zur Sicherung gegen Mitdrehen kann eine Passung oder Nut vorgesehen werden.
- Bei höheren Drücken sind Stützringe oder Vorspannelemente zu verwenden.
Montagehinweise für PTFE-Radialwellendichtringe (Prelon BP30)
Wichtig: PTFE-Dichtungen erfordern eine sorgfältige, behutsame Montage. Montageverfahren von Elastomer-Dichtungen sind nicht übertragbar; unsachgemäßer Einbau kann die Vorteile von PTFE (geringer Reibwert, Notlaufeigenschaften, chemische Inertheit) deutlich mindern.
Vermeidung des Aufweitens der Dichtung
- Nicht über den Wellendurchmesser aufweiten. Die PTFE-Lippe darf beim Aufschieben nicht dauerhaft überdehnt werden.
-
Einführungsschrägen vorsehen:
- Gehäusebohrung: 30°–45°
- Welle: 10°–15°
Einführung & Positionierung
- Kanten, Nuten und Querbohrungen im Einführbereich entgraten oder per Hülse überbrücken.
- Dichtung axial und gleichmäßig einpressen – Verkanten und punktuelle Schlagbelastung vermeiden.
- Ausrichtung der Dichtlippe zum Medium prüfen (Einlippe/Mehrlippe, ggf. Sperrzone).
Sauberkeit & Schutz
- Montageflächen sauber halten; Partikel, Grate und Beschädigungen vermeiden.
- Leicht benetzen (mediumverträgliches Öl oder vorgesehenes Betriebsmedium), kein Übermaß.
- Dichtlippe nicht mit scharfen Werkzeugen berühren; keine erzwungene Drehung der Lippe beim Einbau.
Hinweis: Bei abweichenden Einführungsschrägen oder kritischen Einführwegen (Schultern, Gewinde, Querbohrungen) ist der Einsatz einer Montagehülse verpflichtend.
Weitere Montagehinweise
Fügen der Dichtung
- Thermische Unterstützung: Dichtung kühlen & Gehäuse heizen, um das Fügen in die Bohrung zu erleichtern.
- Auf die Welle: Welle kühlen & Dichtung temperieren, um das Aufschieben zu erleichtern.
- Mit O-Ring: Während der Montage die Dichtung nicht über 120 °C erwärmen.
Einpressen der Dichtung
- Flächig einpressen: Mit ringförmigem oder großflächigem Werkzeug über die gesamte Stirnfläche einpressen.
- Keine Hammerschläge: Direkte Schläge auf den Dichtungskörper vermeiden.
Dichtungssitz
- Axiales Verpressen im Betrieb vermeiden (besonders bei Bauarten mit Rotationsring).
Mehrlippen-Dichtungen
- Zwischenräume fetten: Das Füllen der Zwischenräume (z. B. zwischen den Dichtlippen) kann die Standzeit erhöhen (nicht für Typ V).
Fetten der Dichtung
- Im Gehäuse möglichst nicht fetten. Fett zwischen den Lippen erhöht die Lebensdauer, sofern die Anwendung Fett zulässt.
Sicherung der Dichtung
- Dichtung gegen axiales Wandern sichern.
Nuten bei der Montage
- Nuten/Schultern abdecken oder überbrücken, um scharfe Kanten an der Dichtlippe zu vermeiden.
Oberflächenbeschaffenheit der Welle
- Fehlerfreie Oberfläche: Riefen, Kratzer, Rost oder Druckstellen mindern die Lebensdauer und gefährden die Funktionssicherheit.
Belastung während der Montage
- Dichtung muss entlastet bleiben; keine Lasten durch schwere Wellen oder Gehäuseteile auf den Profilen.
Sauberkeit
- Sauberkeit am Montageplatz strikt einhalten.
Wellenmontage „gegen“ die Lippe
- Dichtung zunächst „mit der Lippe“ auf einen Dorn (Untermaß 0,5–1 mm zur Welle) aufziehen, wieder abnehmen und anschließend „gegen die Lippe“ auf die Welle montieren.
- Bei Montagefase > 30° möglichst ohne Montagehülse montieren.
Häufige Fragen zum Radialwellendichtring Prelon BP30
In welchem Temperatur- und Druckbereich kann der Prelon BP30 eingesetzt werden? Inhalt
Der Prelon Ring BP30 deckt – abhängig vom eingesetzten PTFE-Compound – einen Temperaturbereich von −100 °C bis +260 °C ab. Die maximale Druckbelastbarkeit liegt bei bis zu 5 bar. Entscheidend für die Auslegung sind Medium, Drehzahl, Wärmeabfuhr und Schmierfilmbildung.
Durch die hervorragende thermische Stabilität von PTFE bleibt die Dichtwirkung auch bei extremen Bedingungen konstant erhalten.
Welche maximalen Drehzahlen sind möglich?
Die zulässige Umfangsgeschwindigkeit hängt von der Dichtlippenanzahl und der Wärmeableitung ab:
- Einlippen-Ausführung: bis ca. 25 m/s
- Mehrlippen-Ausführung (≥2 Lippen): bis ca. 15 m/s
Bei höheren Drehzahlen empfehlen wir spezielle PTFE-Compounds mit erhöhter Wärmeleitfähigkeit sowie eine optimierte Wellenoberfläche.
Für welche Medien eignet sich der Prelon BP30?
Der Radialwellendichtring BP30 ist für den Einsatz mit einer Vielzahl industrieller Medien konzipiert und bietet eine außergewöhnliche chemische Beständigkeit gegenüber:
- Mineralölen, synthetischen Ölen und Fetten
- Kraftstoffen, Lösungsmitteln und Kühlmitteln
- Säuren, Laugen und aggressiven Chemikalien
- Wasser, Dampf sowie Prozessmedien der Lebensmittelindustrie
FDA-konforme PTFE-Varianten ermöglichen den sicheren Einsatz in der Lebensmittel-, Pharma- und Prozessindustrie.
Kann der BP30 auch bei Trockenlauf eingesetzt werden?
Ja. PTFE besitzt exzellente Notlaufeigenschaften und einen sehr niedrigen Reibwert, wodurch der Prelon BP30 auch bei kurzfristigem Trockenlauf funktionsfähig bleibt.
Besonders das PTFE 92-Compound ist für hohe Drehzahlen ohne Schmierung geeignet. Voraussetzung ist eine ausreichende Wärmeabfuhr und eine glatte, gehärtete Wellenoberfläche.
Welche Toleranzen und Oberflächenqualitäten sind erforderlich?
Für eine optimale Dichtwirkung gelten folgende technische Richtwerte:
- Wellentoleranz: h11
- Gehäusetoleranz: H8
- Wellenrauheit: Ra 0,2 – 0,8 µm
- Gehäuserauheit: Ra ≤ 1,8 µm
- Wellenhärte: ≥ 45 HRC (empfohlen ≥ 55 HRC)
Diese Werte sichern einen stabilen Schmierfilm, minimieren Reibung und garantieren eine lange Lebensdauer des Dichtrings.
Welche Bauformen und Varianten stehen zur Verfügung?
Der Prelon Ring BP30 ist in mehreren Ausführungen erhältlich, die an den jeweiligen Anwendungsfall angepasst werden können:
- Einlippen-Version: Standard für universelle Anwendungen
- Doppellippige Varianten: für höhere Dichtreserve oder Schmutzbereiche
- Mehrlippen-Versionen: für Hochdruck- oder Medientrennung
- Sonderbauformen: mit gegengesetzt wirkenden Lippen oder Sperrzonen
Verfügbare Typen: BP30-1 bis BP31-2. Alle Varianten können individuell hinsichtlich Geometrie und Compound angepasst werden.
Startseite » Radialwellendichtring Prelon BP31
Radialwellendichtring Prelon BP30
PTFE-Hochleistungsdichtung für Lager-, Getriebe- und Industrieanwendungen
Eigenschaften:
- chemisch sehr beständig
- Trockenlauf möglich
- hohe thermische Beständigkeit
- FDA-konforme Werkstoffe möglich
- kleine/individuelle Bauräume möglich
- ausgezeichnete Belastbarkeit
Technische Spezifikationen des Prelon BP30
| Parameter | Wert / Bereich |
|---|---|
| Wellendurchmesser | 5 mm – 2000 mm |
| Werkstoffe | PTFE 9, PTFE 19, PTFE 92 |
| Temperaturbereich | −100 °C bis +260 °C |
| Druckbeständigkeit | bis 5 bar |
| Umfangsgeschwindigkeit | bis 25 m/s (Einlippe), bis 15 m/s (Mehrlippen) |
| Toleranzen | Welle h11 · Bohrung H8 |
| Oberflächengüte Welle | Ra 0,2 – 0,8 µm |
| Oberflächengüte Gehäuse | Ra ≤ 1,8 µm |
Richtwerte – abhängig von Medium, Wärmeabfuhr, Drehzahl und Schmierfilmbildung.
Funktion des Radialwellendichtrings Prelon BP30
Der Prelon Ring BP30 ist ein Hochleistungs-Radialwellendichtring aus PTFE, entwickelt für Lager-, Getriebe- und Antriebsanwendungen. Er gewährleistet eine dauerhafte Abdichtung rotierender Wellen – auch bei hohen Temperaturen, Trockenlauf oder aggressiven Medien.Präzise Abdichtung rotierender Wellen
Die Dichtlippe liegt definiert an der Welle an und bildet einen stabilen Schmierfilm, der Reibung und Verschleiß minimiert. Dadurch bleibt die Dichtwirkung auch bei hohen Drehzahlen konstant. Der Werkstoff PTFE überzeugt durch hervorragende Notlaufeigenschaften und chemische Inertheit – ideal für anspruchsvolle Industrieanwendungen.Optimierte Geometrie für höchste Zuverlässigkeit
- Mehrere Dichtlippen für Hochdruck- oder Schmutzbereiche
- Gegensinnig wirkende Lippen zur Trennung zweier Medienräume
- Sperrzonen an beliebiger Position zur Leckagevermeidung
Medienbeständigkeit des Prelon BP30
Der Prelon Ring BP30 ist für die Abdichtung aggressiver, viskoser und partikelhaltiger Medien konzipiert. Die eingesetzten PTFE-Compounds bieten eine außergewöhnliche chemische und thermische Stabilität für unterschiedlichste Prozessbedingungen.
Geeignete Medien
- Mineralöle, synthetische Öle und Fette
- Kraftstoffe, Lösungsmittel und Kühlmittel
- Säuren, Laugen und aggressive Chemikalien
- Wasser, Dampf und Prozessmedien der Lebensmittelindustrie
Temperatur- und Druckbeständigkeit
- Temperaturbereich: −100 °C bis +260 °C (je nach Compound)
- Druckbeständigkeit: bis ca. 5 bar
- Trockenlauf: möglich, durch sehr niedrige Reibwerte
Selbst unter hohen Drehzahlen und wechselnden Betriebsbedingungen bleibt die Dichtwirkung des BP30 stabil. Das Material ist nicht hygroskopisch und behält seine Eigenschaften auch nach längeren Stillstandszeiten.
Varianten des Prelon BP30
Der Prelon Ring BP30 ist in unterschiedlichen Bauformen und Dichtgeometrien erhältlich, um eine optimale Anpassung an die jeweilige Anwendung zu ermöglichen.Ausführungsbeispiele
- BP30-1 – Standardausführung, Einlippen-Dichtung
- BP30-2 / BP30-2-1 – Doppellippige Variante mit erhöhter Dichtreserve
- BP30-3 / BP30-4 – Mehrlippenausführung für Hochdruckbereiche
- BP31-2 – Sondergeometrie für große Wellen oder abweichende Einbauräume
Individuelle Anpassungen
- Gegensinnig wirkende Lippen zur Trennung von Medien
- Sperrzonen für Leckagefreiheit
- Metallverstärkte Bauformen für hohe Stabilität
- FDA-konforme Varianten für Lebensmittel- und Pharmaprozesse
Anwendungsbereiche des Radialwellendichtrings Prelon BP30
Der Prelon BP30 ist ein PTFE-Radialwellendichtring für Lager-, Getriebe- und Antriebsanwendungen, ausgelegt für anspruchsvolle industrielle Umgebungen. Durch seine chemische Beständigkeit, hohe Temperaturfestigkeit und die Fähigkeit zum Trockenlauf bietet er eine zuverlässige Abdichtung unter extremen Bedingungen.Typische Einsatzbereiche
- Metallerzeugung: Abdichtung rotierender Wellen an heißen oder abrasiven Prozessen
- Maschinenbau: universeller Einsatz in Lager- und Getriebeeinheiten
- Chemische Industrie: beständig gegen aggressive und klebrige Medien
- Medizintechnik: optional FDA-konforme Werkstoffe für sensible Anwendungen
Typische Aggregate und Baugruppen
- Pumpen und Vakuumpumpen
- Rührwerke und Mischer
- Lagerschutz und Wellendurchführungen
- Getriebe und Antriebssysteme
Geeignete Medien
- Aggressive Medien wie Säuren, Lösungsmittel oder Prozessflüssigkeiten
- Klebrige Medien und Medien mit Fremdstoffanteilen
- Flüssigkeiten und Gase auf Erdölbasis oder Wasser/Dampf
- Heiße Medien bis +260 °C je nach Compound
Vorteile im industriellen Einsatz
- Hohe chemische Beständigkeit durch PTFE-Compounds (PTFE 9, 19, 92)
- Trockenlauf-fähig mit geringem Reibwert
- Für hohe Umfangsgeschwindigkeiten bis 25 m/s (Einlippe)
- Optional FDA-konforme Werkstoffe für Lebensmittel- und Pharmabereiche
- Kompakte Bauformen für begrenzte Einbauräume
Konstruktive Auslegung des Radialwellendichtrings Prelon BP30
Für eine optimale Funktion des Prelon BP30 müssen der Dichtungsraum, die Wellenoberfläche und das Gehäuse exakt aufeinander abgestimmt sein. Nur eine präzise konstruktive Vorbereitung gewährleistet eine dauerhafte Dichtwirkung und minimale Reibungsverluste.Allgemeine Konstruktionsrichtlinien
- Der Dichtungsraum muss axial zugänglich sein, um eine beschädigungsfreie Montage zu ermöglichen.
- Die Dichtung ist so zu sichern, dass ein Auswandern oder Verdrehen verhindert wird.
- Die Dichtungsnut sollte wegen Wellenausdehnungen stets etwas breiter als die Dichtung ausgelegt werden:
- ⌀D < 20 mm: +0,2 – 0,3 mm
- ⌀D > 200 mm: +0,5 mm
Empfohlene Oberflächenqualitäten
- Gehäuse: Ra ≤ 1,8 µm, Rt ≤ 10 µm
- Welle: Ra 0,2 – 0,8 µm, Rt ≤ 4,0 µm
- Wellenwerkstoff: metallisch, fein geschliffen, empfohlene Härte ≥ 45 HRC (optimal 65 HRC)
- Toleranzen: Welle h11 · Gehäuse H8
Einbauschrägen
| Welle (20°) | Wellendurchmesser [mm] | Längenschräge [mm] | Längenschräge (min.) [mm] |
|---|---|---|---|
| ⌀ ≤ 20 | 1–3 | 2–3 | 1 |
| 20 < ⌀ ≤ 60 | 2–4 | 2–4 | 1,5 |
| 60 < ⌀ ≤ 120 | 2–5 | 2–5 | 2 |
| 120 < ⌀ ≤ 400 | 2–6 | 2–6 | 2,5 |
| ⌀ > 400 | 4–8 | 4–8 | 4 |
| Gehäuse (30° / 45°) | Längenschräge [mm] | Längenschräge (min.) [mm] |
|---|---|---|
| ⌀ ≤ 20 | 0,6–1,0 | 0,5 |
| 20 < ⌀ ≤ 60 | 1,0–1,5 | 0,7 |
| 60 < ⌀ ≤ 200 | 1,5–2,5 | 1,0 |
| 200 < ⌀ ≤ 400 | 2,0–3,0 | 1,5 |
| ⌀ > 400 | 3,0–4,0 | 2,0 |
Hinweise zur Einbausituation
- Der Dichtraum muss axial zugänglich sein – idealerweise von der Außenseite.
- Zur Sicherung gegen Mitdrehen kann eine Passung oder Nut vorgesehen werden.
- Bei höheren Drücken sind Stützringe oder Vorspannelemente zu verwenden.
Montagehinweise für PTFE-Radialwellendichtringe (Prelon BP30)
Wichtig: PTFE-Dichtungen erfordern eine sorgfältige, behutsame Montage. Montageverfahren von Elastomer-Dichtungen sind nicht übertragbar; unsachgemäßer Einbau kann die Vorteile von PTFE (geringer Reibwert, Notlaufeigenschaften, chemische Inertheit) deutlich mindern.
Vermeidung des Aufweitens der Dichtung
- Nicht über den Wellendurchmesser aufweiten. Die PTFE-Lippe darf beim Aufschieben nicht dauerhaft überdehnt werden.
-
Einführungsschrägen vorsehen:
- Gehäusebohrung: 30°–45°
- Welle: 10°–15°
Einführung & Positionierung
- Kanten, Nuten und Querbohrungen im Einführbereich entgraten oder per Hülse überbrücken.
- Dichtung axial und gleichmäßig einpressen – Verkanten und punktuelle Schlagbelastung vermeiden.
- Ausrichtung der Dichtlippe zum Medium prüfen (Einlippe/Mehrlippe, ggf. Sperrzone).
Sauberkeit & Schutz
- Montageflächen sauber halten; Partikel, Grate und Beschädigungen vermeiden.
- Leicht benetzen (mediumverträgliches Öl oder vorgesehenes Betriebsmedium), kein Übermaß.
- Dichtlippe nicht mit scharfen Werkzeugen berühren; keine erzwungene Drehung der Lippe beim Einbau.
Hinweis: Bei abweichenden Einführungsschrägen oder kritischen Einführwegen (Schultern, Gewinde, Querbohrungen) ist der Einsatz einer Montagehülse verpflichtend.
Weitere Montagehinweise
Fügen der Dichtung
- Thermische Unterstützung: Dichtung kühlen & Gehäuse heizen, um das Fügen in die Bohrung zu erleichtern.
- Auf die Welle: Welle kühlen & Dichtung temperieren, um das Aufschieben zu erleichtern.
- Mit O-Ring: Während der Montage die Dichtung nicht über 120 °C erwärmen.
Einpressen der Dichtung
- Flächig einpressen: Mit ringförmigem oder großflächigem Werkzeug über die gesamte Stirnfläche einpressen.
- Keine Hammerschläge: Direkte Schläge auf den Dichtungskörper vermeiden.
Dichtungssitz
- Axiales Verpressen im Betrieb vermeiden (besonders bei Bauarten mit Rotationsring).
Mehrlippen-Dichtungen
- Zwischenräume fetten: Das Füllen der Zwischenräume (z. B. zwischen den Dichtlippen) kann die Standzeit erhöhen (nicht für Typ V).
Fetten der Dichtung
- Im Gehäuse möglichst nicht fetten. Fett zwischen den Lippen erhöht die Lebensdauer, sofern die Anwendung Fett zulässt.
Sicherung der Dichtung
- Dichtung gegen axiales Wandern sichern.
Nuten bei der Montage
- Nuten/Schultern abdecken oder überbrücken, um scharfe Kanten an der Dichtlippe zu vermeiden.
Oberflächenbeschaffenheit der Welle
- Fehlerfreie Oberfläche: Riefen, Kratzer, Rost oder Druckstellen mindern die Lebensdauer und gefährden die Funktionssicherheit.
Belastung während der Montage
- Dichtung muss entlastet bleiben; keine Lasten durch schwere Wellen oder Gehäuseteile auf den Profilen.
Sauberkeit
- Sauberkeit am Montageplatz strikt einhalten.
Wellenmontage „gegen“ die Lippe
- Dichtung zunächst „mit der Lippe“ auf einen Dorn (Untermaß 0,5–1 mm zur Welle) aufziehen, wieder abnehmen und anschließend „gegen die Lippe“ auf die Welle montieren.
- Bei Montagefase > 30° möglichst ohne Montagehülse montieren.
Häufige Fragen zum Radialwellendichtring Prelon BP30
In welchem Temperatur- und Druckbereich kann der Prelon BP30 eingesetzt werden? Inhalt
Der Prelon Ring BP30 deckt – abhängig vom eingesetzten PTFE-Compound – einen Temperaturbereich von −100 °C bis +260 °C ab. Die maximale Druckbelastbarkeit liegt bei bis zu 5 bar. Entscheidend für die Auslegung sind Medium, Drehzahl, Wärmeabfuhr und Schmierfilmbildung.
Durch die hervorragende thermische Stabilität von PTFE bleibt die Dichtwirkung auch bei extremen Bedingungen konstant erhalten.
Welche maximalen Drehzahlen sind möglich?
Die zulässige Umfangsgeschwindigkeit hängt von der Dichtlippenanzahl und der Wärmeableitung ab:
- Einlippen-Ausführung: bis ca. 25 m/s
- Mehrlippen-Ausführung (≥2 Lippen): bis ca. 15 m/s
Bei höheren Drehzahlen empfehlen wir spezielle PTFE-Compounds mit erhöhter Wärmeleitfähigkeit sowie eine optimierte Wellenoberfläche.
Für welche Medien eignet sich der Prelon BP30?
Der Radialwellendichtring BP30 ist für den Einsatz mit einer Vielzahl industrieller Medien konzipiert und bietet eine außergewöhnliche chemische Beständigkeit gegenüber:
- Mineralölen, synthetischen Ölen und Fetten
- Kraftstoffen, Lösungsmitteln und Kühlmitteln
- Säuren, Laugen und aggressiven Chemikalien
- Wasser, Dampf sowie Prozessmedien der Lebensmittelindustrie
FDA-konforme PTFE-Varianten ermöglichen den sicheren Einsatz in der Lebensmittel-, Pharma- und Prozessindustrie.
Kann der BP30 auch bei Trockenlauf eingesetzt werden?
Ja. PTFE besitzt exzellente Notlaufeigenschaften und einen sehr niedrigen Reibwert, wodurch der Prelon BP30 auch bei kurzfristigem Trockenlauf funktionsfähig bleibt.
Besonders das PTFE 92-Compound ist für hohe Drehzahlen ohne Schmierung geeignet. Voraussetzung ist eine ausreichende Wärmeabfuhr und eine glatte, gehärtete Wellenoberfläche.
Welche Toleranzen und Oberflächenqualitäten sind erforderlich?
Für eine optimale Dichtwirkung gelten folgende technische Richtwerte:
- Wellentoleranz: h11
- Gehäusetoleranz: H8
- Wellenrauheit: Ra 0,2 – 0,8 µm
- Gehäuserauheit: Ra ≤ 1,8 µm
- Wellenhärte: ≥ 45 HRC (empfohlen ≥ 55 HRC)
Diese Werte sichern einen stabilen Schmierfilm, minimieren Reibung und garantieren eine lange Lebensdauer des Dichtrings.
Welche Bauformen und Varianten stehen zur Verfügung?
Der Prelon Ring BP30 ist in mehreren Ausführungen erhältlich, die an den jeweiligen Anwendungsfall angepasst werden können:
- Einlippen-Version: Standard für universelle Anwendungen
- Doppellippige Varianten: für höhere Dichtreserve oder Schmutzbereiche
- Mehrlippen-Versionen: für Hochdruck- oder Medientrennung
- Sonderbauformen: mit gegengesetzt wirkenden Lippen oder Sperrzonen
Verfügbare Typen: BP30-1 bis BP31-2. Alle Varianten können individuell hinsichtlich Geometrie und Compound angepasst werden.
Startseite » Radialwellendichtring Prelon BP31
Radialwellendichtring Prelon BP30
PTFE-Hochleistungsdichtung für Lager-, Getriebe- und Industrieanwendungen
Eigenschaften:
- chemisch sehr beständig
- Trockenlauf möglich
- hohe thermische Beständigkeit
- FDA-konforme Werkstoffe möglich
- kleine/individuelle Bauräume möglich
- ausgezeichnete Belastbarkeit
Technische Spezifikationen des Prelon BP30
| Parameter | Wert / Bereich |
|---|---|
| Wellendurchmesser | 5 mm – 2000 mm |
| Werkstoffe | PTFE 9, PTFE 19, PTFE 92 |
| Temperaturbereich | −100 °C bis +260 °C |
| Druckbeständigkeit | bis 5 bar |
| Umfangsgeschwindigkeit | bis 25 m/s (Einlippe), bis 15 m/s (Mehrlippen) |
| Toleranzen | Welle h11 · Bohrung H8 |
| Oberflächengüte Welle | Ra 0,2 – 0,8 µm |
| Oberflächengüte Gehäuse | Ra ≤ 1,8 µm |
Richtwerte – abhängig von Medium, Wärmeabfuhr, Drehzahl und Schmierfilmbildung.
Funktion des Radialwellendichtrings Prelon BP30
Der Prelon Ring BP30 ist ein Hochleistungs-Radialwellendichtring aus PTFE, entwickelt für Lager-, Getriebe- und Antriebsanwendungen. Er gewährleistet eine dauerhafte Abdichtung rotierender Wellen – auch bei hohen Temperaturen, Trockenlauf oder aggressiven Medien.Präzise Abdichtung rotierender Wellen
Die Dichtlippe liegt definiert an der Welle an und bildet einen stabilen Schmierfilm, der Reibung und Verschleiß minimiert. Dadurch bleibt die Dichtwirkung auch bei hohen Drehzahlen konstant. Der Werkstoff PTFE überzeugt durch hervorragende Notlaufeigenschaften und chemische Inertheit – ideal für anspruchsvolle Industrieanwendungen.Optimierte Geometrie für höchste Zuverlässigkeit
- Mehrere Dichtlippen für Hochdruck- oder Schmutzbereiche
- Gegensinnig wirkende Lippen zur Trennung zweier Medienräume
- Sperrzonen an beliebiger Position zur Leckagevermeidung
Medienbeständigkeit des Prelon BP30
Der Prelon Ring BP30 ist für die Abdichtung aggressiver, viskoser und partikelhaltiger Medien konzipiert. Die eingesetzten PTFE-Compounds bieten eine außergewöhnliche chemische und thermische Stabilität für unterschiedlichste Prozessbedingungen.
Geeignete Medien
- Mineralöle, synthetische Öle und Fette
- Kraftstoffe, Lösungsmittel und Kühlmittel
- Säuren, Laugen und aggressive Chemikalien
- Wasser, Dampf und Prozessmedien der Lebensmittelindustrie
Temperatur- und Druckbeständigkeit
- Temperaturbereich: −100 °C bis +260 °C (je nach Compound)
- Druckbeständigkeit: bis ca. 5 bar
- Trockenlauf: möglich, durch sehr niedrige Reibwerte
Selbst unter hohen Drehzahlen und wechselnden Betriebsbedingungen bleibt die Dichtwirkung des BP30 stabil. Das Material ist nicht hygroskopisch und behält seine Eigenschaften auch nach längeren Stillstandszeiten.
Varianten des Prelon BP30
Der Prelon Ring BP30 ist in unterschiedlichen Bauformen und Dichtgeometrien erhältlich, um eine optimale Anpassung an die jeweilige Anwendung zu ermöglichen.Ausführungsbeispiele
- BP30-1 – Standardausführung, Einlippen-Dichtung
- BP30-2 / BP30-2-1 – Doppellippige Variante mit erhöhter Dichtreserve
- BP30-3 / BP30-4 – Mehrlippenausführung für Hochdruckbereiche
- BP31-2 – Sondergeometrie für große Wellen oder abweichende Einbauräume
Individuelle Anpassungen
- Gegensinnig wirkende Lippen zur Trennung von Medien
- Sperrzonen für Leckagefreiheit
- Metallverstärkte Bauformen für hohe Stabilität
- FDA-konforme Varianten für Lebensmittel- und Pharmaprozesse
Anwendungsbereiche des Radialwellendichtrings Prelon BP30
Der Prelon BP30 ist ein PTFE-Radialwellendichtring für Lager-, Getriebe- und Antriebsanwendungen, ausgelegt für anspruchsvolle industrielle Umgebungen. Durch seine chemische Beständigkeit, hohe Temperaturfestigkeit und die Fähigkeit zum Trockenlauf bietet er eine zuverlässige Abdichtung unter extremen Bedingungen.Typische Einsatzbereiche
- Metallerzeugung: Abdichtung rotierender Wellen an heißen oder abrasiven Prozessen
- Maschinenbau: universeller Einsatz in Lager- und Getriebeeinheiten
- Chemische Industrie: beständig gegen aggressive und klebrige Medien
- Medizintechnik: optional FDA-konforme Werkstoffe für sensible Anwendungen
Typische Aggregate und Baugruppen
- Pumpen und Vakuumpumpen
- Rührwerke und Mischer
- Lagerschutz und Wellendurchführungen
- Getriebe und Antriebssysteme
Geeignete Medien
- Aggressive Medien wie Säuren, Lösungsmittel oder Prozessflüssigkeiten
- Klebrige Medien und Medien mit Fremdstoffanteilen
- Flüssigkeiten und Gase auf Erdölbasis oder Wasser/Dampf
- Heiße Medien bis +260 °C je nach Compound
Vorteile im industriellen Einsatz
- Hohe chemische Beständigkeit durch PTFE-Compounds (PTFE 9, 19, 92)
- Trockenlauf-fähig mit geringem Reibwert
- Für hohe Umfangsgeschwindigkeiten bis 25 m/s (Einlippe)
- Optional FDA-konforme Werkstoffe für Lebensmittel- und Pharmabereiche
- Kompakte Bauformen für begrenzte Einbauräume
Konstruktive Auslegung des Radialwellendichtrings Prelon BP30
Für eine optimale Funktion des Prelon BP30 müssen der Dichtungsraum, die Wellenoberfläche und das Gehäuse exakt aufeinander abgestimmt sein. Nur eine präzise konstruktive Vorbereitung gewährleistet eine dauerhafte Dichtwirkung und minimale Reibungsverluste.Allgemeine Konstruktionsrichtlinien
- Der Dichtungsraum muss axial zugänglich sein, um eine beschädigungsfreie Montage zu ermöglichen.
- Die Dichtung ist so zu sichern, dass ein Auswandern oder Verdrehen verhindert wird.
- Die Dichtungsnut sollte wegen Wellenausdehnungen stets etwas breiter als die Dichtung ausgelegt werden:
- ⌀D < 20 mm: +0,2 – 0,3 mm
- ⌀D > 200 mm: +0,5 mm
Empfohlene Oberflächenqualitäten
- Gehäuse: Ra ≤ 1,8 µm, Rt ≤ 10 µm
- Welle: Ra 0,2 – 0,8 µm, Rt ≤ 4,0 µm
- Wellenwerkstoff: metallisch, fein geschliffen, empfohlene Härte ≥ 45 HRC (optimal 65 HRC)
- Toleranzen: Welle h11 · Gehäuse H8
Einbauschrägen
| Welle (20°) | Wellendurchmesser [mm] | Längenschräge [mm] | Längenschräge (min.) [mm] |
|---|---|---|---|
| ⌀ ≤ 20 | 1–3 | 2–3 | 1 |
| 20 < ⌀ ≤ 60 | 2–4 | 2–4 | 1,5 |
| 60 < ⌀ ≤ 120 | 2–5 | 2–5 | 2 |
| 120 < ⌀ ≤ 400 | 2–6 | 2–6 | 2,5 |
| ⌀ > 400 | 4–8 | 4–8 | 4 |
| Gehäuse (30° / 45°) | Längenschräge [mm] | Längenschräge (min.) [mm] |
|---|---|---|
| ⌀ ≤ 20 | 0,6–1,0 | 0,5 |
| 20 < ⌀ ≤ 60 | 1,0–1,5 | 0,7 |
| 60 < ⌀ ≤ 200 | 1,5–2,5 | 1,0 |
| 200 < ⌀ ≤ 400 | 2,0–3,0 | 1,5 |
| ⌀ > 400 | 3,0–4,0 | 2,0 |
Hinweise zur Einbausituation
- Der Dichtraum muss axial zugänglich sein – idealerweise von der Außenseite.
- Zur Sicherung gegen Mitdrehen kann eine Passung oder Nut vorgesehen werden.
- Bei höheren Drücken sind Stützringe oder Vorspannelemente zu verwenden.
Montagehinweise für PTFE-Radialwellendichtringe (Prelon BP30)
Wichtig: PTFE-Dichtungen erfordern eine sorgfältige, behutsame Montage. Montageverfahren von Elastomer-Dichtungen sind nicht übertragbar; unsachgemäßer Einbau kann die Vorteile von PTFE (geringer Reibwert, Notlaufeigenschaften, chemische Inertheit) deutlich mindern.
Vermeidung des Aufweitens der Dichtung
- Nicht über den Wellendurchmesser aufweiten. Die PTFE-Lippe darf beim Aufschieben nicht dauerhaft überdehnt werden.
-
Einführungsschrägen vorsehen:
- Gehäusebohrung: 30°–45°
- Welle: 10°–15°
Einführung & Positionierung
- Kanten, Nuten und Querbohrungen im Einführbereich entgraten oder per Hülse überbrücken.
- Dichtung axial und gleichmäßig einpressen – Verkanten und punktuelle Schlagbelastung vermeiden.
- Ausrichtung der Dichtlippe zum Medium prüfen (Einlippe/Mehrlippe, ggf. Sperrzone).
Sauberkeit & Schutz
- Montageflächen sauber halten; Partikel, Grate und Beschädigungen vermeiden.
- Leicht benetzen (mediumverträgliches Öl oder vorgesehenes Betriebsmedium), kein Übermaß.
- Dichtlippe nicht mit scharfen Werkzeugen berühren; keine erzwungene Drehung der Lippe beim Einbau.
Hinweis: Bei abweichenden Einführungsschrägen oder kritischen Einführwegen (Schultern, Gewinde, Querbohrungen) ist der Einsatz einer Montagehülse verpflichtend.
Weitere Montagehinweise
Fügen der Dichtung
- Thermische Unterstützung: Dichtung kühlen & Gehäuse heizen, um das Fügen in die Bohrung zu erleichtern.
- Auf die Welle: Welle kühlen & Dichtung temperieren, um das Aufschieben zu erleichtern.
- Mit O-Ring: Während der Montage die Dichtung nicht über 120 °C erwärmen.
Einpressen der Dichtung
- Flächig einpressen: Mit ringförmigem oder großflächigem Werkzeug über die gesamte Stirnfläche einpressen.
- Keine Hammerschläge: Direkte Schläge auf den Dichtungskörper vermeiden.
Dichtungssitz
- Axiales Verpressen im Betrieb vermeiden (besonders bei Bauarten mit Rotationsring).
Mehrlippen-Dichtungen
- Zwischenräume fetten: Das Füllen der Zwischenräume (z. B. zwischen den Dichtlippen) kann die Standzeit erhöhen (nicht für Typ V).
Fetten der Dichtung
- Im Gehäuse möglichst nicht fetten. Fett zwischen den Lippen erhöht die Lebensdauer, sofern die Anwendung Fett zulässt.
Sicherung der Dichtung
- Dichtung gegen axiales Wandern sichern.
Nuten bei der Montage
- Nuten/Schultern abdecken oder überbrücken, um scharfe Kanten an der Dichtlippe zu vermeiden.
Oberflächenbeschaffenheit der Welle
- Fehlerfreie Oberfläche: Riefen, Kratzer, Rost oder Druckstellen mindern die Lebensdauer und gefährden die Funktionssicherheit.
Belastung während der Montage
- Dichtung muss entlastet bleiben; keine Lasten durch schwere Wellen oder Gehäuseteile auf den Profilen.
Sauberkeit
- Sauberkeit am Montageplatz strikt einhalten.
Wellenmontage „gegen“ die Lippe
- Dichtung zunächst „mit der Lippe“ auf einen Dorn (Untermaß 0,5–1 mm zur Welle) aufziehen, wieder abnehmen und anschließend „gegen die Lippe“ auf die Welle montieren.
- Bei Montagefase > 30° möglichst ohne Montagehülse montieren.
Häufige Fragen zum Radialwellendichtring Prelon BP30
In welchem Temperatur- und Druckbereich kann der Prelon BP30 eingesetzt werden? Inhalt
Der Prelon Ring BP30 deckt – abhängig vom eingesetzten PTFE-Compound – einen Temperaturbereich von −100 °C bis +260 °C ab. Die maximale Druckbelastbarkeit liegt bei bis zu 5 bar. Entscheidend für die Auslegung sind Medium, Drehzahl, Wärmeabfuhr und Schmierfilmbildung.
Durch die hervorragende thermische Stabilität von PTFE bleibt die Dichtwirkung auch bei extremen Bedingungen konstant erhalten.
Welche maximalen Drehzahlen sind möglich?
Die zulässige Umfangsgeschwindigkeit hängt von der Dichtlippenanzahl und der Wärmeableitung ab:
- Einlippen-Ausführung: bis ca. 25 m/s
- Mehrlippen-Ausführung (≥2 Lippen): bis ca. 15 m/s
Bei höheren Drehzahlen empfehlen wir spezielle PTFE-Compounds mit erhöhter Wärmeleitfähigkeit sowie eine optimierte Wellenoberfläche.
Für welche Medien eignet sich der Prelon BP30?
Der Radialwellendichtring BP30 ist für den Einsatz mit einer Vielzahl industrieller Medien konzipiert und bietet eine außergewöhnliche chemische Beständigkeit gegenüber:
- Mineralölen, synthetischen Ölen und Fetten
- Kraftstoffen, Lösungsmitteln und Kühlmitteln
- Säuren, Laugen und aggressiven Chemikalien
- Wasser, Dampf sowie Prozessmedien der Lebensmittelindustrie
FDA-konforme PTFE-Varianten ermöglichen den sicheren Einsatz in der Lebensmittel-, Pharma- und Prozessindustrie.
Kann der BP30 auch bei Trockenlauf eingesetzt werden?
Ja. PTFE besitzt exzellente Notlaufeigenschaften und einen sehr niedrigen Reibwert, wodurch der Prelon BP30 auch bei kurzfristigem Trockenlauf funktionsfähig bleibt.
Besonders das PTFE 92-Compound ist für hohe Drehzahlen ohne Schmierung geeignet. Voraussetzung ist eine ausreichende Wärmeabfuhr und eine glatte, gehärtete Wellenoberfläche.
Welche Toleranzen und Oberflächenqualitäten sind erforderlich?
Für eine optimale Dichtwirkung gelten folgende technische Richtwerte:
- Wellentoleranz: h11
- Gehäusetoleranz: H8
- Wellenrauheit: Ra 0,2 – 0,8 µm
- Gehäuserauheit: Ra ≤ 1,8 µm
- Wellenhärte: ≥ 45 HRC (empfohlen ≥ 55 HRC)
Diese Werte sichern einen stabilen Schmierfilm, minimieren Reibung und garantieren eine lange Lebensdauer des Dichtrings.
Welche Bauformen und Varianten stehen zur Verfügung?
Der Prelon Ring BP30 ist in mehreren Ausführungen erhältlich, die an den jeweiligen Anwendungsfall angepasst werden können:
- Einlippen-Version: Standard für universelle Anwendungen
- Doppellippige Varianten: für höhere Dichtreserve oder Schmutzbereiche
- Mehrlippen-Versionen: für Hochdruck- oder Medientrennung
- Sonderbauformen: mit gegengesetzt wirkenden Lippen oder Sperrzonen
Verfügbare Typen: BP30-1 bis BP31-2. Alle Varianten können individuell hinsichtlich Geometrie und Compound angepasst werden.
Startseite » Radialwellendichtring Prelon BP31
Radialwellendichtring
Prelon BP31
PTFE-Hochleistungsdichtung fuer Lager-, Getriebe- und Industrieanwendungen
Radialwellendichtring Prelon BP30
PTFE-Hochleistungsdichtung für Lager-, Getriebe- und Industrieanwendungen
Eigenschaften:
- chemisch sehr beständig
- Trockenlauf möglich
- hohe thermische Beständigkeit
- FDA-konforme Werkstoffe möglich
- kleine/individuelle Bauräume möglich
- ausgezeichnete Belastbarkeit
Technisch
Der Prelon Ring BP31 ist ein Hochleistungs-Radialwellendichtring aus PTFE, entwickelt fuer Lager-, Getriebe- und Antriebsanwendungen. Er gewaehrleistet eine dauerhafte Abdichtung rotierender Wellen
Funktion des Radialwellendichtrings Prelon BP30
Der Prelon Ring BP30 ist ein Hochleistungs-Radialwellendichtring aus PTFE, entwickelt für Lager-, Getriebe- und Antriebsanwendungen. Er gewährleistet eine dauerhafte Abdichtung rotierender Wellen – auch bei hohen Temperaturen, Trockenlauf oder aggressiven Medien.Präzise Abdichtung rotierender Wellen
Die Dichtlippe liegt definiert an der Welle an und bildet einen stabilen Schmierfilm, der Reibung und Verschleiß minimiert. Dadurch bleibt die Dichtwirkung auch bei hohen Drehzahlen konstant. Der Werkstoff PTFE überzeugt durch hervorragende Notlaufeigenschaften und chemische Inertheit – ideal für anspruchsvolle Industrieanwendungen.Optimierte Geometrie für höchste Zuverlässigkeit
- Mehrere Dichtlippen für Hochdruck- oder Schmutzbereiche
- Gegensinnig wirkende Lippen zur Trennung zweier Medienräume
- Sperrzonen an beliebiger Position zur Leckagevermeidung
Medienbeständigkeit des Prelon BP30
Der Prelon Ring BP30 ist für die Abdichtung aggressiver, viskoser und partikelhaltiger Medien konzipiert. Die eingesetzten PTFE-Compounds bieten eine außergewöhnliche chemische und thermische Stabilität für unterschiedlichste Prozessbedingungen.
Geeignete Medien
- Mineralöle, synthetische Öle und Fette
- Kraftstoffe, Lösungsmittel und Kühlmittel
- Säuren, Laugen und aggressive Chemikalien
- Wasser, Dampf und Prozessmedien der Lebensmittelindustrie
Temperatur- und Druckbeständigkeit
- Temperaturbereich: −100 °C bis +260 °C (je nach Compound)
- Druckbeständigkeit: bis ca. 5 bar
- Trockenlauf: möglich, durch sehr niedrige Reibwerte
Selbst unter hohen Drehzahlen und wechselnden Betriebsbedingungen bleibt die Dichtwirkung des BP30 stabil. Das Material ist nicht hygroskopisch und behält seine Eigenschaften auch nach längeren Stillstandszeiten.
Varianten des Prelon BP30
Der Prelon Ring BP30 ist in unterschiedlichen Bauformen und Dichtgeometrien erhältlich, um eine optimale Anpassung an die jeweilige Anwendung zu ermöglichen.Ausführungsbeispiele
- BP30-1 – Standardausführung, Einlippen-Dichtung
- BP30-2 / BP30-2-1 – Doppellippige Variante mit erhöhter Dichtreserve
- BP30-3 / BP30-4 – Mehrlippenausführung für Hochdruckbereiche
- BP31-2 – Sondergeometrie für große Wellen oder abweichende Einbauräume
Individuelle Anpassungen
- Gegensinnig wirkende Lippen zur Trennung von Medien
- Sperrzonen für Leckagefreiheit
- Metallverstärkte Bauformen für hohe Stabilität
- FDA-konforme Varianten für Lebensmittel- und Pharmaprozesse
Anwendungsbereiche des Radialwellendichtrings Prelon BP30
Der Prelon BP30 ist ein PTFE-Radialwellendichtring für Lager-, Getriebe- und Antriebsanwendungen, ausgelegt für anspruchsvolle industrielle Umgebungen. Durch seine chemische Beständigkeit, hohe Temperaturfestigkeit und die Fähigkeit zum Trockenlauf bietet er eine zuverlässige Abdichtung unter extremen Bedingungen.Typische Einsatzbereiche
- Metallerzeugung: Abdichtung rotierender Wellen an heißen oder abrasiven Prozessen
- Maschinenbau: universeller Einsatz in Lager- und Getriebeeinheiten
- Chemische Industrie: beständig gegen aggressive und klebrige Medien
- Medizintechnik: optional FDA-konforme Werkstoffe für sensible Anwendungen
Typische Aggregate und Baugruppen
- Pumpen und Vakuumpumpen
- Rührwerke und Mischer
- Lagerschutz und Wellendurchführungen
- Getriebe und Antriebssysteme
Geeignete Medien
- Aggressive Medien wie Säuren, Lösungsmittel oder Prozessflüssigkeiten
- Klebrige Medien und Medien mit Fremdstoffanteilen
- Flüssigkeiten und Gase auf Erdölbasis oder Wasser/Dampf
- Heiße Medien bis +260 °C je nach Compound
Vorteile im industriellen Einsatz
- Hohe chemische Beständigkeit durch PTFE-Compounds (PTFE 9, 19, 92)
- Trockenlauf-fähig mit geringem Reibwert
- Für hohe Umfangsgeschwindigkeiten bis 25 m/s (Einlippe)
- Optional FDA-konforme Werkstoffe für Lebensmittel- und Pharmabereiche
- Kompakte Bauformen für begrenzte Einbauräume
Konstruktive Auslegung des Radialwellendichtrings Prelon BP30
Für eine optimale Funktion des Prelon BP30 müssen der Dichtungsraum, die Wellenoberfläche und das Gehäuse exakt aufeinander abgestimmt sein. Nur eine präzise konstruktive Vorbereitung gewährleistet eine dauerhafte Dichtwirkung und minimale Reibungsverluste.Allgemeine Konstruktionsrichtlinien
- Der Dichtungsraum muss axial zugänglich sein, um eine beschädigungsfreie Montage zu ermöglichen.
- Die Dichtung ist so zu sichern, dass ein Auswandern oder Verdrehen verhindert wird.
- Die Dichtungsnut sollte wegen Wellenausdehnungen stets etwas breiter als die Dichtung ausgelegt werden:
- ⌀D < 20 mm: +0,2 – 0,3 mm
- ⌀D > 200 mm: +0,5 mm
Empfohlene Oberflächenqualitäten
- Gehäuse: Ra ≤ 1,8 µm, Rt ≤ 10 µm
- Welle: Ra 0,2 – 0,8 µm, Rt ≤ 4,0 µm
- Wellenwerkstoff: metallisch, fein geschliffen, empfohlene Härte ≥ 45 HRC (optimal 65 HRC)
- Toleranzen: Welle h11 · Gehäuse H8
Einbauschrägen
| Welle (20°) | Wellendurchmesser [mm] | Längenschräge [mm] | Längenschräge (min.) [mm] |
|---|---|---|---|
| ⌀ ≤ 20 | 1–3 | 2–3 | 1 |
| 20 < ⌀ ≤ 60 | 2–4 | 2–4 | 1,5 |
| 60 < ⌀ ≤ 120 | 2–5 | 2–5 | 2 |
| 120 < ⌀ ≤ 400 | 2–6 | 2–6 | 2,5 |
| ⌀ > 400 | 4–8 | 4–8 | 4 |
| Gehäuse (30° / 45°) | Längenschräge [mm] | Längenschräge (min.) [mm] |
|---|---|---|
| ⌀ ≤ 20 | 0,6–1,0 | 0,5 |
| 20 < ⌀ ≤ 60 | 1,0–1,5 | 0,7 |
| 60 < ⌀ ≤ 200 | 1,5–2,5 | 1,0 |
| 200 < ⌀ ≤ 400 | 2,0–3,0 | 1,5 |
| ⌀ > 400 | 3,0–4,0 | 2,0 |
Hinweise zur Einbausituation
- Der Dichtraum muss axial zugänglich sein – idealerweise von der Außenseite.
- Zur Sicherung gegen Mitdrehen kann eine Passung oder Nut vorgesehen werden.
- Bei höheren Drücken sind Stützringe oder Vorspannelemente zu verwenden.
Montagehinweise für PTFE-Radialwellendichtringe (Prelon BP30)
Wichtig: PTFE-Dichtungen erfordern eine sorgfältige, behutsame Montage. Montageverfahren von Elastomer-Dichtungen sind nicht übertragbar; unsachgemäßer Einbau kann die Vorteile von PTFE (geringer Reibwert, Notlaufeigenschaften, chemische Inertheit) deutlich mindern.
Vermeidung des Aufweitens der Dichtung
- Nicht über den Wellendurchmesser aufweiten. Die PTFE-Lippe darf beim Aufschieben nicht dauerhaft überdehnt werden.
-
Einführungsschrägen vorsehen:
- Gehäusebohrung: 30°–45°
- Welle: 10°–15°
Einführung & Positionierung
- Kanten, Nuten und Querbohrungen im Einführbereich entgraten oder per Hülse überbrücken.
- Dichtung axial und gleichmäßig einpressen – Verkanten und punktuelle Schlagbelastung vermeiden.
- Ausrichtung der Dichtlippe zum Medium prüfen (Einlippe/Mehrlippe, ggf. Sperrzone).
Sauberkeit & Schutz
- Montageflächen sauber halten; Partikel, Grate und Beschädigungen vermeiden.
- Leicht benetzen (mediumverträgliches Öl oder vorgesehenes Betriebsmedium), kein Übermaß.
- Dichtlippe nicht mit scharfen Werkzeugen berühren; keine erzwungene Drehung der Lippe beim Einbau.
Hinweis: Bei abweichenden Einführungsschrägen oder kritischen Einführwegen (Schultern, Gewinde, Querbohrungen) ist der Einsatz einer Montagehülse verpflichtend.
Weitere Montagehinweise
Fügen der Dichtung
- Thermische Unterstützung: Dichtung kühlen & Gehäuse heizen, um das Fügen in die Bohrung zu erleichtern.
- Auf die Welle: Welle kühlen & Dichtung temperieren, um das Aufschieben zu erleichtern.
- Mit O-Ring: Während der Montage die Dichtung nicht über 120 °C erwärmen.
Einpressen der Dichtung
- Flächig einpressen: Mit ringförmigem oder großflächigem Werkzeug über die gesamte Stirnfläche einpressen.
- Keine Hammerschläge: Direkte Schläge auf den Dichtungskörper vermeiden.
Dichtungssitz
- Axiales Verpressen im Betrieb vermeiden (besonders bei Bauarten mit Rotationsring).
Mehrlippen-Dichtungen
- Zwischenräume fetten: Das Füllen der Zwischenräume (z. B. zwischen den Dichtlippen) kann die Standzeit erhöhen (nicht für Typ V).
Fetten der Dichtung
- Im Gehäuse möglichst nicht fetten. Fett zwischen den Lippen erhöht die Lebensdauer, sofern die Anwendung Fett zulässt.
Sicherung der Dichtung
- Dichtung gegen axiales Wandern sichern.
Nuten bei der Montage
- Nuten/Schultern abdecken oder überbrücken, um scharfe Kanten an der Dichtlippe zu vermeiden.
Oberflächenbeschaffenheit der Welle
- Fehlerfreie Oberfläche: Riefen, Kratzer, Rost oder Druckstellen mindern die Lebensdauer und gefährden die Funktionssicherheit.
Belastung während der Montage
- Dichtung muss entlastet bleiben; keine Lasten durch schwere Wellen oder Gehäuseteile auf den Profilen.
Sauberkeit
- Sauberkeit am Montageplatz strikt einhalten.
Wellenmontage „gegen“ die Lippe
- Dichtung zunächst „mit der Lippe“ auf einen Dorn (Untermaß 0,5–1 mm zur Welle) aufziehen, wieder abnehmen und anschließend „gegen die Lippe“ auf die Welle montieren.
- Bei Montagefase > 30° möglichst ohne Montagehülse montieren.
Häufige Fragen zum Radialwellendichtring Prelon BP30
In welchem Temperatur- und Druckbereich kann der Prelon BP30 eingesetzt werden? Inhalt
Der Prelon Ring BP30 deckt – abhängig vom eingesetzten PTFE-Compound – einen Temperaturbereich von −100 °C bis +260 °C ab. Die maximale Druckbelastbarkeit liegt bei bis zu 5 bar. Entscheidend für die Auslegung sind Medium, Drehzahl, Wärmeabfuhr und Schmierfilmbildung.
Durch die hervorragende thermische Stabilität von PTFE bleibt die Dichtwirkung auch bei extremen Bedingungen konstant erhalten.
Welche maximalen Drehzahlen sind möglich?
Die zulässige Umfangsgeschwindigkeit hängt von der Dichtlippenanzahl und der Wärmeableitung ab:
- Einlippen-Ausführung: bis ca. 25 m/s
- Mehrlippen-Ausführung (≥2 Lippen): bis ca. 15 m/s
Bei höheren Drehzahlen empfehlen wir spezielle PTFE-Compounds mit erhöhter Wärmeleitfähigkeit sowie eine optimierte Wellenoberfläche.
Für welche Medien eignet sich der Prelon BP30?
Der Radialwellendichtring BP30 ist für den Einsatz mit einer Vielzahl industrieller Medien konzipiert und bietet eine außergewöhnliche chemische Beständigkeit gegenüber:
- Mineralölen, synthetischen Ölen und Fetten
- Kraftstoffen, Lösungsmitteln und Kühlmitteln
- Säuren, Laugen und aggressiven Chemikalien
- Wasser, Dampf sowie Prozessmedien der Lebensmittelindustrie
FDA-konforme PTFE-Varianten ermöglichen den sicheren Einsatz in der Lebensmittel-, Pharma- und Prozessindustrie.
Kann der BP30 auch bei Trockenlauf eingesetzt werden?
Ja. PTFE besitzt exzellente Notlaufeigenschaften und einen sehr niedrigen Reibwert, wodurch der Prelon BP30 auch bei kurzfristigem Trockenlauf funktionsfähig bleibt.
Besonders das PTFE 92-Compound ist für hohe Drehzahlen ohne Schmierung geeignet. Voraussetzung ist eine ausreichende Wärmeabfuhr und eine glatte, gehärtete Wellenoberfläche.
Welche Toleranzen und Oberflächenqualitäten sind erforderlich?
Für eine optimale Dichtwirkung gelten folgende technische Richtwerte:
- Wellentoleranz: h11
- Gehäusetoleranz: H8
- Wellenrauheit: Ra 0,2 – 0,8 µm
- Gehäuserauheit: Ra ≤ 1,8 µm
- Wellenhärte: ≥ 45 HRC (empfohlen ≥ 55 HRC)
Diese Werte sichern einen stabilen Schmierfilm, minimieren Reibung und garantieren eine lange Lebensdauer des Dichtrings.
Welche Bauformen und Varianten stehen zur Verfügung?
Der Prelon Ring BP30 ist in mehreren Ausführungen erhältlich, die an den jeweiligen Anwendungsfall angepasst werden können:
- Einlippen-Version: Standard für universelle Anwendungen
- Doppellippige Varianten: für höhere Dichtreserve oder Schmutzbereiche
- Mehrlippen-Versionen: für Hochdruck- oder Medientrennung
- Sonderbauformen: mit gegengesetzt wirkenden Lippen oder Sperrzonen
Verfügbare Typen: BP30-1 bis BP31-2. Alle Varianten können individuell hinsichtlich Geometrie und Compound angepasst werden.